Lichtenstern-Gymnasium mit Berufswahlsiegel BoriS

Schule beendet und was dann? Aus über 350 dualen Ausbildungsberufen, zahlreichen fachschulischen Studiengängen und einem überbordendem Angebot an universitären Studiengängen haben Abiturienten die Qual der Wahl. Nicht selten müssen junge Menschen Ihre berufliche Erstorientierung korrigieren, brechen die Ausbildung ab oder wechseln den Studiengang. Volkswirtschaftlich ist der Schaden immens, weshalb der Stellenwert der Berufs- und Studienorientierung an Schulen steigen soll. Mit der Einführung von Bildungsstandards im Zuge der Umstellung auf das achtjährige Gymnasium wurde diesem Umstand Rechnung getragen. Schülerinnen und Schüler sollen bereits frühzeitig mit der Berufs- und Arbeitswelt in Kontakt treten. Exkursionen, Expertengespräche, Praktika, Schülerfirmen und Bildungskooperationen ergeben ein Lernarrangement, das diese Einblicke über die gesamte Schulzeit vermitteln soll. Diese Aktivitäten allein genügen jedoch nicht, um das Verfahren zur Vergabe des Berufswahlsiegels BoriS, das von der Landesstiftung Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit den Kammern vergeben wird, zu bestehen. Wichtig ist daneben eine entsprechende Dokumentation der schulischen Abläufe, der Zuständigkeiten sowie eine angemessene Sicherung der gewonnenen Erfahrungen.

 

Mit der feierlichen Verleihung des Berufswahlsiegels BoriS im Württembergsaal der IHK Stuttgart wurde dem Lichtenstern-Gymnasium Sachsenheim mit Brief und Siegel bestätigt, in Belangen der Berufs- und Studienorientierung auf dem richtigen Weg zu sein. Vierzehn weitere Schulen aus dem Kammerbezirk Stuttgart, darunter lediglich ein weiteres Gymnasium, konnten das Siegel aus den Händen von Andreas Richter, Hauptgeschäftsführer der IHK Region Stuttgart und Roland Wöhr von der Handwerkskammer in Empfang nehmen. Für die zuständigen Lehrer am Sachsenheimer Gymnasium ein stolzer Moment, der aber die Verpflichtung beinhaltet, das hohe Niveau bei der schulischen Berufs- und Studienorientierung zu halten und vorhandene Lücken bis zur nächsten Evaluation zu schließen. Denn wohlgemerkt: Das Berufswahlsiegel BoriS wird lediglich für einen Zeitraum von drei Jahren vergeben und muss dann in einem Folgeaudit neu erworben werden. Für das Lehrerteam um Anke Söller also kein Grund, sich auszuruhn.

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