Fahrradlädle in Kooperation mit Evangelischem Lichtenstern-Gymnasium

„Wie alles begann“ – die Vorgeschichte

Irgendwie gehören Fahrrad und das Lichtenstern-Gymnasium (LGS) zusammen. Mit den ersten Siebtklässlern wurde auch erstmalig eine viertägige Radexkursion zur Erkundung des mittleren Neckarraums durchgeführt. Das war im Juli 2005.

 

 Von Anfang an mit dabei das Fahrradlädle Sachsenheim, das seitdem jedes Jahr eine Notfallkiste mit Ersatzschläuchen, Ersatzmänteln, Brems- und Gangzügen und weiteren wichtigen Bike-Parts bereitstellt.

 

Seit letztem Jahr richtet die Schülerfirma des LGS aus Klasse 9 die „Sachsenheimer Lichtenstern-Tour“ aus. Und wieder mit dabei die Mitarbeiter des Fahrradlädle Sachsenheim. Mit Ihrer mobilen Fahrradwerkstatt helfen sie dort, wo es klemmt. Bevorzugt am Verpflegungs- und Kontrollpunkt in Horrheim. (Infos unter www.lichtensterntour.de)
Ein Trikot zur Tour wurde mit GONSO und SIMON Concepts entwickelt. Von der auf 100 Trikots limitierten Auflage wurden bereits 70 Exemplare verkauft. Wieder dabei das Fahrradlädle Sachsenheim.

„Was haben wir vor“ – die Idee:

Jürgen Schlotterbeck entwickelt die ursprüngliche Idee von einem speziellen Angebotsrad zur Lichtenstern-Tour weiter. Er sieht das Potential einer kleinen feinen Lichtenstern-Edition. Diese Idee nehmen die Schüler auf. Das Fahrradlädle Sachsenheim konfiguriert gemeinsam mit der Neigungsgruppe „Fahrradtechnik-Fahrradbau“ des LGS im ersten Schulhalbjahr zwei schnelle Räder und baut diese zusammen. Neigungsgruppen haben AG-Charakter und werden im Rahmen des schulischen Ganztagesangebotes in der hierzu verlängerten Mittagspause angeboten.
Festgestellt wurde, dass Schülerinnen und Schüler selbst kleinste Reparaturen an einem Fahrrad kaum mehr selbst durchführen können. Interessierte Schüler sollen an die Fahrradtechnik herangeführt werden. Die Motivation eigene Räder zu bauen ist groß. Die Idee fand bisher einige Unterstützer. Neben dem Fahrradlädle haben Großhändler und Shimano Generalimporteur Paul Lange aus Stuttgart, die ortsansässige VR-Bank Stromberg-Neckar eG, die Praxis für Krankengymnastik Michael Schröpfer sowie der Förderverein die Unterstützung dieses Projektes zugesagt.

 

Da die meisten unserer Schüler über Mountain- oder ATB-Bikes verfügen, sollen bei diesem Projekt „schnelle Räder“ entstehen. Räder ohne „Schnickschnack“. Räder, die die Schüler so nicht haben und die nach Fertigstellung interessierten Schülerinnen und Schülern zu Ausfahrten ausgeliehen werden können.
Wichtig ist bei diesem Projekt neben dem tatsächlichen Tun auch die theoretische Aufbereitung. Wo wirken welche Hebelkräfte? Warum sind Anzugsdrehmomente einzuhalten? Wo sind die kritischen Komponenten am Fahrrad und warum gerade dort? Was bedeutet „Entfaltung“?
Verantwortlich für diese Neigungsgruppe von Seiten der Schule sind Elftklässler Philipp Notz und Lehrer Helmut Dinkel. Begleitet wird das Projekt vom Sachsenheimer Fahrradlädle, das durch eine Endkontrolle die korrekte Montage, Funktion sowie die Verkehrssicherheit überprüft und immer dann mit Rat und Tat hilft, wenn es klemmt.

 „Wie machen wir das“ – die Umsetzung

Über die Sommerferien entstand das Design. Philipp Notz (Klasse 11), Fred-Jürgen Bulach (Verwaltungsleiter LGS), Jürgen Schlotterbeck and friends sowie Helmut Dinkel entwarfen das Design zur Lichtenstern-Edition. Dabei entstand die Marke LightStar. Lichtenstern, gleichzeitig aber auch die Assoziation „leicht“, eine Eigenschaft, der im Fahrradbau größte Bedeutung zukommt.

Seit Oktober arbeitet die Neigungsgruppe. In den Kellerräumen des alten Internatsgebäudes entstand eine kleine Werkstatt, die - vom Förderverein gesponsert - mit dem nötigen Werkzeug ausgestattet wurde. Beratend mit im Boot das Fahrradlädle Sachsenheim.

„Wo stehen wir“ - der aktuelle Projektstand:

„Wo stehen wir“ - der aktuelle Projektstand:

Zwei Rahmen haben die Schüler ausgewählt.
Aufbauend auf einem kleinen 48er ATB-Rahmen soll ein SpeedBike entstehen. Starre Gabel, Zweifach-Kompaktkurbel, schnelle 32er Reifen, die die Fahrt über den Asphalt zum Genuss werden lassen. Die Rahmengröße zielt auf den Einsatz durch jüngere Schüler sowie Mädchen, die erfahrungsgemäß kleinere Rahmenhöhen benötigen.
Ein 54er Rahmen wird zum reinrassigen Rennrad. Shimanos schwarze 105er Komponenten sollen das Rad komplettieren. Denn die Schüler der Projektgruppe wollen zeigen, dass sie ein Gespür für  ausgewogenes Design haben.
Die Neigungsgruppe trifft sich immer donnerstags in der Mittagspause. Momentan sammeln die Radtechniker des LGS erste Erfahrungen mit dem Einspeichen von Laufrädern. Erst wenn diese Kunst verstanden wurde, kommen Rahmen und die weiteren Komponenten ins Spiel.

 

Demnächst weitere Infos über den Projektstand